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EcoPhi Plant Controller/ Plant Monitor

Dieses Handbuch beschreibt die Installation, den Anschluss, die Konfiguration und den Betrieb des EcoPhi Plant Controllers und Plant Monitors. Es umfasst die Hardware-Übersicht, die Verdrahtung, die Cloud-Anbindung, die Regelfunktionen und wichtige Betriebsinformationen für erneuerbare Energiesysteme.

Unsere Video-Tutorials finden Sie auch auf dem EcoPhi Renewables YouTube channel.

1 Einführung

1.1 Beschreibung und Funktion des EcoPhi Plant Controllers

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Der EcoPhi Plant Controller ist ein modernes Communication-Edge-Gerät, das speziell für die Anforderungen erneuerbarer Energiesysteme entwickelt wurde. Das Gerät ermöglicht die Überwachung und Steuerung serieller Geräte, Sensoren und Aktoren und bietet eine zentrale Plattform für die Datenverarbeitung.

Der Plant Controller wurde von EcoPhi entwickelt, einem Unternehmen mit Schwerpunkt auf innovativen IoT-Lösungen für erneuerbare Energien. EcoPhi konzentriert sich darauf, effiziente und robuste Technologien bereitzustellen, mit denen Kunden ihre Systeme optimal betreiben und überwachen können. Der Plant Controller ist ein wichtiger Bestandteil dieses Angebots, da er eine zuverlässige Datenerfassung und eine stabile Verbindung zur EcoPhi Cloud sicherstellt.

Der EcoPhi Plant Controller ist eine zentrale Komponente moderner Energiesysteme, die mehrere wesentliche Funktionen kombiniert. Er wurde entwickelt, um Daten von angeschlossenen externen Geräten und Sensoren zu erfassen, lokal zu verarbeiten und über eine Cloud-Plattform zugreifbar zu machen. Der Plant Controller wird nicht nur zur Datenerfassung genutzt, sondern auch zur Steuerung von Geräten in erneuerbaren Energiesystemen.

Zusätzlich zur Datenerfassung kann der Plant Controller auch Steuerbefehle an angeschlossene Geräte senden. Dazu gehört zum Beispiel die Steuerung von Wechselrichtern, Batteriesystemen oder Generatoren, wodurch er eine aktive Rolle im Energiemanagement übernimmt. Die Integration in die EcoPhi Cloud erweitert die Funktionen um Fernüberwachung und Fernsteuerung, sodass Betreiber ihre Systeme effizient aus der Ferne verwalten können.

Der Plant Controller ist daher mehr als nur ein einfacher Datenlogger. Er ist ein intelligentes Kommunikationsgerät, das Daten und Steuerbefehle in einem System zusammenführt und die Grundlage für ein effektives Energiemanagement schafft.

1.2 Sicherheitshinweise

Sicherheitssymbole für Warn- und Vorsichtshinweise

Die Installation und der Betrieb des EcoPhi Plant Controllers erfordern die Einhaltung grundlegender Sicherheitsvorschriften, um die Sicherheit von Personen und Anlagen sicherzustellen:

Installation durch qualifiziertes Fachpersonal: Der Plant Controller darf nur von qualifiziertem Fachpersonal installiert und gewartet werden, um Risiken wie Stromschläge oder Fehlfunktionen zu vermeiden.

Stromversorgung abschalten: Stellen Sie vor der Installation oder Wartung sicher, dass die Stromversorgung des Geräts getrennt ist.

Mitgelieferte Komponenten verwenden: Verwenden Sie nur die von EcoPhi empfohlenen oder mitgelieferten Teile, um Funktionalität und Sicherheit sicherzustellen.

Kabelverschraubungen abdichten: Offene Kabelverschraubungen müssen vor der Inbetriebnahme ordnungsgemäss abgedichtet werden, damit keine Feuchtigkeit oder Fremdkörper eindringen können.

Hinweise zur korrekten Verdrahtung und zu richtigen Anschlüssen

Warnsymbol für wichtige Hinweise zu Verdrahtung und Anschlüssen

  • Es wird dringend empfohlen, geschirmte Kabel zu verwenden.
  • Stellen Sie sicher, dass sich keine Störquellen in der Nähe der Kabel befinden, z. B. Motorkabel, Netzkabel oder Hochleistungskabel.
  • Je größer die Entfernungen, desto größer ist der Einfluss möglicher Störquellen.
  • Schliessen Sie Kabel fachgerecht an und nicht über lose Steckkontakte oder einfaches Isolierband.
  • Entfernen Sie bei Bedarf die mitgelieferten Klemmen von Sensoren, die von EcoPhi geliefert werden, da diese nicht für den dauerhaften Einsatz gedacht sind, sondern nur zeigen sollen, dass die Verdrahtung korrekt ist.
  • Verwenden Sie bei Bedarf den mitgelieferten Schrumpfschlauch, um Kabel zu verlängern und zu verbinden.

Für serielle Geräte: Vermeiden Sie Sternverschaltungen. Die maximale Entfernung für Sternverschaltungen beträgt 100 m. Ein 120-Ohm-Widerstand am Ende der Leitungen verbessert die Übertragung.

Für Pulssensoren: Vermeiden Sie magnetische Störfelder in der Nähe von Pulssensoren, z. B. bei Türsensoren oder Wasserzählern.

1.3 Glossar für den EcoPhi Plant Controller

  • 2FF (Mini SIM): Ein bestimmtes SIM-Karten-Format, das mit dem EcoPhi Plant Controller verwendet wird.
  • 4-20mA mode: Standard für analoge Signalübertragung, der häufig bei industriellen Sensoren verwendet wird. Der Strombereich von 4 bis 20 mA bildet den Messwert des Sensors ab.
  • AI (Analog Input): Analoge Eingänge, die veränderliche Zustände von Sensoren erkennen können, in der Regel über ein Sensorsignal von 0-10V oder 4-20mA.
  • AO (Analog Output): Analoge Ausgänge, die Signale an externe Geräte senden.
  • APN (Access Point Name): Netzwerkname, der für die Mobilfunkverbindung erforderlich ist, um über das Mobilfunknetz Daten zu senden und zu empfangen.
  • Bar chart: Darstellung auf dem Display des Plant Controllers, die den aktuellen Wert eines analogen Sensors grafisch anzeigt.
  • CSV (Comma-Separated Values): Ein Dateiformat, das im Plant Controller zum Speichern oder Importieren von Konfigurationen und Einstellungen verwendet wird.
  • DI (Digital Input): Digitale Eingänge, die binäre Zustände von Sensoren oder Schaltern erkennen können (ein/aus).
  • DO (Digital Output): Digitale Ausgänge, die Signale (ein/aus) an externe Geräte wie Relais oder Schütze senden.
  • Ethernet: Kabelgebundene Netzwerkschnittstelle für eine stabile Verbindung und Datenübertragung.
  • GND (Ground): Erdungspunkt im Plant Controller, der für die sichere Verbindung mit anderen Geräten wichtig ist.
  • Modbus: Ein Kommunikationsprotokoll, das im Plant Controller für die Kommunikation mit Geräten wie Wechselrichtern oder Sensoren über RS485 oder TCP/IP verwendet wird.
  • RS232: Ein Standard für serielle Kommunikation, der im Plant Controller für bestimmte Geräte verwendet wird.
  • RS485: Ein serielles Kommunikationsprotokoll, das häufig in industriellen Anwendungen verwendet wird. Der Plant Controller unterstützt es für die Anbindung von Sensoren und anderen Geräten.
  • SD card: Speichermedium, das im Plant Controller für Datensicherung und Konfigurationsupdates verwendet wird.
  • SNR (Signal-to-Noise Ratio): Verhältnis von Signalstärke zu Rauschen, das die Qualität einer Funkverbindung beschreibt.
  • SSID (Service Set Identifier): Name eines WLAN-Netzwerks, der für die WiFi-Verbindung des Plant Controllers erforderlich ist.
  • VCC (Voltage Common Collector): Versorgungsspannung für Sensoren oder andere angeschlossene Geräte.
  • WiFi: Drahtlose Netzwerkschnittstelle des Plant Controllers, die für die Verbindung zur EcoPhi Cloud oder zu lokalen Netzwerken verwendet wird.

1.4 Technische Daten

1.4.1 Leistungsaufnahme

Unter maximaler Last kann der Plant Controller bis zu 30 Watt verbrauchen. Diese maximale Leistungsaufnahme tritt typischerweise bei intensiver Nutzung auf, zum Beispiel wenn zahlreiche Geräte angeschlossen sind oder eine hohe Datenübertragungsrate erforderlich ist.

Im normalen Betrieb liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme des Plant Controllers jedoch bei etwa 3 bis 4 Watt. Dieser Wert variiert je nach Anzahl und Art der angeschlossenen Sensoren, der Häufigkeit der Datenübertragung und den verwendeten Kommunikationsschnittstellen wie WiFi oder Ethernet. Auch die Nutzung des integrierten Touchscreens kann die Leistungsaufnahme erhöhen.

Die niedrige durchschnittliche Leistungsaufnahme macht den Plant Controller auch für Anwendungen in energieeffizienten Systemen geeignet, bei denen die Minimierung des Stromverbrauchs von zentraler Bedeutung ist.

Der EcoPhi Plant Controller benötigt für den Betrieb eine zuverlässige Stromversorgung, die standardmässig über 230V AC bereitgestellt wird. Die eingehende AC-Spannung wird über einen integrierten AC/DC-Wandler in 24V DC umgewandelt, der den Plant Controller und die angeschlossenen Geräte mit Energie versorgt.

Maximale Leistungsaufnahme: Der Plant Controller hat unter Volllast eine maximale Leistungsaufnahme von 1,25 A, abhängig von Anzahl und Art der angeschlossenen Sensoren und Ausgänge. Im Normalbetrieb ist der Verbrauch deutlich geringer, sodass das Gerät effizient und wirtschaftlich arbeitet.

Notstromversorgung: Der Plant Controller ist mit einer internen Batterie ausgestattet, die den Datenlogger auch bei einem Stromausfall für bis zu 4 bis 5 Stunden betriebsbereit hält. Diese Backup-Stromversorgung stellt sicher, dass wichtige Daten weiter gespeichert werden und die Kommunikation mit der Plattform fortgesetzt werden kann, sobald die Hauptstromversorgung wiederhergestellt ist.

Alternative Stromversorgung: Es ist auch möglich, eine eigene oder alternative Stromversorgung zu verwenden. Diese muss jedoch mit den angeschlossenen Geräten kompatibel sein und eine Spannung zwischen 11,5V und 30V DC liefern können. Ein stabiler Betrieb des Plant Controllers ist nur gewährleistet, wenn diese Spezifikationen eingehalten werden. Für die Konfiguration des 0-10-V-Analogausgangs ist eine Mindestversorgung von 14 VDC erforderlich.

1.4.2 Datenverbrauch

Der Datenverbrauch des EcoPhi Plant Controllers hängt in hohem Masse von den angeschlossenen Geräten, der Häufigkeit der Datenübertragungen und der Qualität der Internetverbindung ab. Während eine stabile Verbindung den Verbrauch reduziert, können instabile Verbindungen wegen wiederholter Verbindungsversuche zu einem höheren Datenverbrauch führen.

In einem typischen System mit einer moderaten Anzahl von Sensoren und Geräten liegt der durchschnittliche monatliche Datenverbrauch bei rund 200 MB. Dieser Wert kann jedoch stark variieren. Systeme mit einer größeren Zahl an Sensoren oder häufigeren Übertragungsintervallen benötigen entsprechend mehr Datenvolumen. Umgekehrt kann der Verbrauch bei Systemen mit weniger Datenpunkten oder längeren Übertragungsintervallen reduziert werden.

Der Plant Controller ist daher darauf ausgelegt, den Datenverbrauch effizient zu halten, indem nur relevante Daten übertragen und unnötige Wiederholungen minimiert werden. Dadurch eignet er sich auch für Systeme, die auf Mobilfunkverbindungen mit begrenztem Datenvolumen angewiesen sind.


1.5 Komponenten des EcoPhi Plant Controllers

1.5.1 Lieferumfang

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Zusätzlich zum EcoPhi Plant Controller werden standardmässig folgende Komponenten mitgeliefert:

  • Schlüssel zum Öffnen des Gehäuses
  • Netzkabel mit Schalter
  • 2-, 3- und 4-polige Steckverbinder für den Anschluss an die Verteilerplatine
  • Schrumpfschlauch für eine einfachere und sauberere Verkabelung
  • Kabelverschraubungen, bestehend aus Verschraubung, Mutter, Gummiring und Stopfen
  • Halterungen und Schrauben zur Befestigung des Plant Controllers an der Wand

1.5.2 Interne Komponenten des Plant Controllers

Der EcoPhi Plant Controller besteht aus mehreren wesentlichen Komponenten, die in einem robusten Gehäuse untergebracht sind.

Innenansicht des EcoPhi Plant Controllers mit beschrifteten internen Komponenten

1 Stromversorgung: Ein integriertes Netzteil stellt sicher, dass alle Komponenten des Plant Controllers zuverlässig mit Strom versorgt werden.

2 Verteilerplatine: Die Verteilerplatine wurde entwickelt, um den Anschluss externer Geräte, Sensoren und Aktoren zu vereinfachen. Sie bietet eine einfache Anschlussmöglichkeit, erleichtert die Verdrahtung und sorgt für eine klare Struktur bei der Installation.

3 Datenlogger/Haupteinheit: Dies ist das Herz des Plant Controllers. Sie ist für die Verarbeitung und Speicherung der von externen Geräten und Sensoren erfassten Daten verantwortlich. Außerdem übernimmt sie die Kommunikation mit der EcoPhi Cloud und anderen angeschlossenen Geräten sowie die Steuerungslogik.

4 Versorgungskabel: Dieses Kabel ist in das Gehäuse des Plant Controllers integriert. Über das im Lieferumfang enthaltene Versorgungskabel kann der Plant Controller mit 230 V AC versorgt werden.

5, 6, 7 Interne Verkabelung: Diese Kabel werden für Daten- und Signalübertragung sowie für die Stromversorgung verwendet und dürfen nicht ohne Rücksprache mit EcoPhi verändert werden.

8 WiFi-Antenne: Die WiFi-Antenne ermöglicht den Aufbau einer Verbindung zu einem lokalen WiFi-Netzwerk.

9 GSM-Antenne: Die GSM-Antenne kann normalerweise im Gehäuse verbleiben und dennoch eine ausreichende Verbindung herstellen. Bei zu schwacher Verbindung kann sie jedoch auch durch das Gehäuse nach außen geführt werden.

Gehäuse mit Schaltschrank und Tür: Alle oben genannten Komponenten sind in einem robusten Schaltschrank untergebracht, der Schutz vor Staub, Feuchtigkeit und mechanischen Einflüssen bietet. Die Tür ermöglicht einen einfachen Zugang zu den internen Komponenten und kann aus Sicherheitsgründen verschlossen werden.

1.5.3 Der Datenlogger/die Haupteinheit

Der Datenlogger bzw. die Haupteinheit ist das Herz des Plant Controllers. Auf der Vorderseite des Geräts befindet sich ein grosses LCD-Display mit Touchscreen, das den detaillierten Status des Geräts anzeigt. Detaillierte Informationen zum LCD-Display mit Touchscreen finden Sie im Abschnitt mit weiteren Informationen zum LCD-Display. Auf der Vorderseite befinden sich außerdem die Benutzer- und System-LEDs sowie der Reset-Schalter. Frontansicht des Datenloggers des Plant Controllers mit Touchscreen Unteransicht des Plant Controllers mit Ports und Anschlüssen Oberansicht des Plant Controllers mit Schnittstellen und Gehäusedetails

1.5.4 Display

Das Display des Datenloggers ist ein weiss-blaues Grafikdisplay mit einer Auflösung von 240x160 Pixeln und einem integrierten resistiven Touchsensor.

Für die grafische und alphanumerische Darstellung von Daten, die Benutzerinteraktion mit Menüs und weitere Anwendungsfälle stehen verschiedene Displayfunktionen zur Verfügung.

Standardmässig wird das Display beim Start eingeschaltet und zeigt den I/O-Status, den Batteriestatus und den Status der Kommunikationsschnittstellen an, wie in der folgenden Abbildung dargestellt. Display des Plant Controllers mit I/O-Status, Batterieinformationen und Kommunikationsanzeigen Der Status der verschiedenen Ein- und Ausgänge wird im Hauptbereich des Displays angezeigt.

Im oberen Bereich werden die analogen Eingänge (AIN) und Ausgänge (AOUT) mit Balkendiagrammen dargestellt, um den aktuellen Wert zu zeigen (von links nach rechts AI1 - AI4 und AO1 - AO4).

Unterhalb der analogen Werte werden die digitalen Eingänge (DI) und Ausgänge (DO) in Gruppen zu je 4 angezeigt.

Der obere Bereich enthält die Statusleiste, die den Zustand der verschiedenen Kommunikationsschnittstellen sowie Uhrzeit und Batteriestatus anzeigt.

Die relevanten Symbole in der Statusleiste sind:

GSM-Status Referenztabelle für GSM-Statussymbole auf dem Display des Plant Controllers

Mobilfunknetz-Status Referenztabelle für Mobilfunkstatussymbole auf dem Display des Plant Controllers

WiFi-Status Referenztabelle für WiFi-Statussymbole auf dem Display des Plant Controllers

LAN-Status Referenztabelle für LAN-Statussymbole auf dem Display des Plant Controllers

Stromversorgungsstatus Referenztabelle für Statussymbole der Stromversorgung auf dem Display des Plant Controllers

1.5.5 LED-Anzeigen zum Erkennen des Gerätestatus

Der EcoPhi Plant Controller bietet über verschiedene LEDs eine visuelle Rückmeldung, die den Status des Geräts und der Verbindung anzeigt. Diese Anzeigen sind wichtig, um Probleme schnell zu erkennen und zu beheben. Positionen der Status-LEDs am Plant Controller

LED A: Internetverbindung

LED A zeigt den Status der Internetverbindung an. Die Farben und Blinkmuster haben die folgenden Bedeutungen:

Farbbedeutung von LED A:

Referenztabelle mit den Farbbedeutungen von LED A

Blink- und Leuchtverhalten von LED A:

Referenztabelle mit den Blinkmustern von LED A

LED B: Keine relevante Standardinformation, für individuelle Anpassungen reserviert

Diese LED ist nur relevant, wenn für Ihre spezifische Anwendung ein individuelles Blinkmuster programmiert wurde.

LED S1: Allgemeiner Betriebsstatus

Die System-LED1 zeigt den allgemeinen Status des EcoPhi Plant Controllers an. Die unterschiedlichen Blinkmuster und Farben haben die folgenden Bedeutungen:

Referenztabelle mit den Statusbedeutungen von LED S1

LED S2: Mobilfunkaktivität und “Waiting for event”

Die System-LED2 liefert Informationen über die Mobilfunkverbindung und den Betriebszustand:

Referenztabelle mit den Statusbedeutungen von LED S2

Diese LED-Anzeigen ermöglichen eine schnelle und einfache Diagnose von Betriebs- und Verbindungszuständen. Im Fehlerfall können sie wichtige Hinweise für die Fehlersuche liefern.

1.5.6 Die Verteilerplatine

Verteilerplatine des EcoPhi Plant Controllers mit Anschlusspunkten für Sensoren und Geräte

Schliessen Sie externe Geräte, Sensoren oder Aktoren mit den mitgelieferten 2-, 3- oder 4-poligen Steckverbindern an die Verteilerplatine an. Verwenden Sie dazu die markierten und beschrifteten Pins auf der Verteilerplatine. Beachten Sie folgende Pinbelegung:

Pinbelegungstabelle für die Verteilerplatine des Plant Controllers

1.5.7 SD-Karte

Der EcoPhi Plant Controller verfügt über eine SD-Karte, die mehrere Funktionen übernimmt:

Zwischenspeicherung von Daten: Die SD-Karte dient als Puffer, wenn keine Internetverbindung verfügbar ist. Alle während der Offline-Zeit erfassten Daten werden auf der SD-Karte gespeichert und später automatisch in die EcoPhi Cloud übertragen.

Speichern von Bildern: Wenn eine Kamera an den Plant Controller angeschlossen ist, werden die aufgenommenen Bilder direkt auf der SD-Karte gespeichert.

Konfiguration über SD-Karte: Die SD-Karte kann verwendet werden, um Konfigurationsdateien zu speichern und auf den Plant Controller zu übertragen. Das ist besonders hilfreich, wenn das Gerät an einem entfernten Standort installiert ist und Einstellungen nicht über die Plattform geändert werden können.

Der EcoPhi Plant Controller wird standardmäßig mit einer SD-Karte ausgeliefert. Zum Einsetzen richten Sie die Karte wie unten gezeigt aus und drücken sie in den Kartenslot, bis Sie ein Klickgeräusch hören. Entfernen Sie die Karte, indem Sie sie tief in den Slot drücken, bis sie einrastet und ausgeworfen wird. Vermeiden Sie es unbedingt, die SD-Karte während eines Zugriffs zu entfernen.

SD-Kartenslot am Datenlogger des Plant Controllers

1.6 Benötigte Werkzeuge für die Installation

Für die Installation des EcoPhi Plant Controllers werden die folgenden Werkzeuge und Hilfsmittel benötigt:

  • Elektrischer Schraubendreher (Schlitz): Für den Anschluss der Kabel an die Verteilerplatine
  • Material für Kabelverbindungen: Zum Beispiel Kabelklemmen, Schrumpfschlauch oder Lotmaterial
  • Heißluftföhn oder Feürzeug: Zum Schrumpfen von Schrumpfschlauch zur Isolierung der Verbindungen
  • Akku-Bohrmaschine: Für die Wandmontage des Plant Controllers oder den Einbau in einen Schaltschrank

2 Installationshinweise

2.1 Quick Guide

Diese Checkliste hilft Ihnen, die Installation des EcoPhi Plant Controllers strukturiert durchzuführen. Arbeiten Sie die Punkte bitte der Reihe nach ab.

Vorbereitung

  • Stellen Sie sicher, dass Sie Zugang zur EcoPhi Cloud Plattform haben.
  • Wählen Sie einen geeigneten Standort, der gut zugänglich ist, eine zuverlässige Netzabdeckung (Mobilfunk, WLAN oder LAN) bietet und möglichst kurze Sensorkabel erlaubt.
  • Halten Sie die erforderlichen Werkzeuge bereit, zum Beispiel elektrischen Schraubendreher, Akku-Bohrmaschine, Kabelklemmen und Heißluftpistole.
  • Prüfen Sie den Lieferumfang des Plant Controllers, einschließlich Stromversorgung, Anschlusskabel, GSM- und WiFi-Antenne sowie der mitgelieferten Kabel und Kabelverschraubungen.

Mechanische Installation

  • Befestigen Sie den Plant Controller sicher an der Wand, indem Sie das Gehäuse mit Schrauben und Dübeln montieren.
  • Bringen Sie die Kabelverschraubungen an und verschliessen Sie ungenutzte Öffnungen, um das Gerät vor Staub und Feuchtigkeit zu schützen.

Elektrische Anschlüsse

  • Schliessen Sie die Stromversorgung an und prüfen Sie die Funktion anhand der LED-Aktivität.
  • Richten Sie die Internetverbindung über Ethernet, WiFi oder SIM-Karte ein.
  • Verdrahten Sie Sensoren und Aktoren entsprechend den Anforderungen. Achten Sie darauf, dass digitale und analoge Ein- und Ausgänge korrekt zugewiesen sind und die Typen der Analogeingänge richtig eingestellt sind (0-10V und 4-20mA).
  • Achten Sie bei RS485-Kabeln darauf, dass sich keine äusseren Störquellen in der Nähe befinden, um Signalstörungen zu vermeiden.
  • Schliessen Sie RS485-/RS232-Geräte an und stellen Sie sicher, dass die A/B-Leitungen nicht vertauscht sind.

Inbetriebnahme

  • Verbinden Sie den EcoPhi Plant Controller mit der EcoPhi Cloud, indem Sie das Gerät in der Plattform registrieren und die angeschlossenen Sensoren in den “Site Settings” konfigurieren.
  • Prüfen Sie den Verbindungsstatus über LED “A” und stellen Sie sicher, dass die Netzwerkverbindung stabil ist.

Abschlusskontrolle

  • Prüfen Sie, dass alle Kabel fest angeschlossen und korrekt isoliert sind.
  • Stellen Sie sicher, dass keine ungenutzten Öffnungen im Gehäuse vorhanden sind.
  • Stellen Sie sicher, dass der Plant Controller stabil läuft und keine Fehlermeldungen oder ungewöhnlichen LED-Anzeigen zeigt.

2.2 Vorbereitungen

2.2.1 Zugang zum EcoPhi Portal

Benutzerkonto: Um den EcoPhi Plant Controller zu verbinden, benötigen Sie ein registriertes Benutzerkonto und eine zugehörige Organisation auf portal.ecophi.io. Falls noch kein Konto vorhanden ist, lesen Sie Kontoeinstellungen für die Registrierung und Organisationsverwaltung für die Einrichtung von Anlagen.

Gerät als Datenquelle anlegen:

Melden Sie sich im EcoPhi Portal an.

Wählen Sie eine bestehende Anlage aus oder erstellen Sie eine neu.

Fügen Sie den Plant Controller als Datenquelle hinzu, indem Sie die Device ID eingeben, zum Beispiel m315******. Diese ID befindet sich an der Seite der Box.

“Site Settings” konfigurieren:

Spezifische Einstellungen für den Plant Controller können in den “Site Settings” vorgenommen werden.

Komponenten wie Sensoren oder Aktoren, die an den Plant Controller angeschlossen sind, können ebenfalls dort angelegt werden.

2.2.2 Vorbereitungen an der Box

Bevor Sie mit der Verdrahtung beginnen, sind einige vorbereitende Schritte notwendig:

Verpackungsmaterial entfernen:

Entfernen Sie das gesamte Verpackungsmaterial, das sich noch im Gerät befindet, um einen korrekten Betrieb sicherzustellen.

Kabelverschraubungen anbringen:

Das Gehäuse wird mit offenen Bohrungen geliefert, um eine flexible Kabelführung zu ermöglichen. Schrauben Sie die benötigten Kabelverschraubungen fest in die entsprechenden Öffnungen, um eine sichere und wetterfeste Abdichtung zu gewährleisten.

Nicht genutzte Öffnungen verschliessen:

Verschliessen Sie alle nicht genutzten Bohrungen und Durchführungen mit den mitgelieferten Stopfen. So schützen Sie den Plant Controller vor Feuchtigkeit, Staub und anderen Umwelteinflüssen.


2.3 Verbindung mit der EcoPhi Cloud

Der EcoPhi Plant Controller kommuniziert mit der EcoPhi Cloud Plattform. Diese Plattform ermöglicht die Konfiguration des Geräts, die Verwaltung der Daten und die Integration mit anderen Systemen. Die meisten Einstellungen werden direkt auf der Plattform vorgenommen und nur in Ausnahmefällen direkt am Gerät. Deshalb muss zuerst eine stabile Internetverbindung eingerichtet werden.

2.3.1 Verbindungsoptionen

Der EcoPhi Plant Controller bietet drei Möglichkeiten, eine Internetverbindung herzustellen: Ethernet-Kabel, SIM-Karte und WiFi.

Wenn mehrere Verbindungstypen verfügbar sind, wählt das Gerät automatisch die erste funktionierende Verbindung. Diese Priorisierung, die als Connection Order bezeichnet wird, kann bei Bedarf im EcoPhi Portal angepasst werden.

2.3.1.1 Verbindung über SIM-Karte

Eine der einfachsten und flexibelsten Möglichkeiten, den Plant Controller mit dem Internet zu verbinden, ist die Nutzung einer SIM-Karte. Diese Methode erlaubt die Verbindung über das Mobilfunknetz und eignet sich besonders für Standorte ohne kabelgebundenen Internetzugang.

SIM-Karte einsetzen:

Bevor der Plant Controller eine Verbindung aufbauen kann, muss eine kompatible SIM-Karte in den dafür vorgesehenen Slot eingesetzt werden.

Setzen Sie die Karte wie in der Abbildung gezeigt in den SIM-Slot ein und achten Sie darauf, dass sie wie in den folgenden Bildern dargestellt korrekt ausgerichtet ist. Die Karte sollte sich ohne Kraftaufwand einsetzen lassen und beim Einrasten ein deutlich hörbares “Klick” erzeugen.

Seien Sie dabei besonders vorsichtig, da die SIM-Karte am Halter des Plant Controllers vorbeigeschoben werden und ins Gehäuse fallen kann.

Zusätzlich kann ein mechanischer Schieberegler verwendet werden, um ein versehentliches Entfernen der Karte zu verhindern.

Zum Entfernen schieben Sie die Verriegelung in die entriegelte Position und drücken die Karte in den Leser, bis Sie ein leises Klickgeräusch hören. Der Leser wirft die Karte dann aus. Möglicherweise benötigen Sie ein kleines Werkzeug oder einen Stift, um die Karte hineinzudrücken.

Unteransicht des Plant Controllers mit dem Anschlussbereich

SIM-Kartenslot am Datenlogger des Plant Controllers

APN-Einstellungen konfigurieren:

Bei einigen Mobilfunkanbietern müssen zusätzliche APN-Einstellungen vorgenommen werden, um eine Verbindung aufzubauen. Dies kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen:

Per SMS:

Senden Sie eine Nachricht mit folgendem Inhalt an die Rufnummer der SIM-Karte:

Nachrichtenstruktur: apn:apn_name;apn_user;apn_password

(Beispiel: apn:internet.t-mobile;user;password)

Über SD-Karte:

Legen Sie eine CSV-Datei mit dem Namen command.csv und den APN-Einstellungen im Hauptverzeichnis der SD-Karte ab. Die Datei muss folgende Struktur haben:

Dateiinhalt: apn:apn_name;apn_user;apn_password

(Beispiel: apn:internet.t-mobile;user;password)

2.3.1.2 Verbindung über WiFi

Der EcoPhi Plant Controller kann auch über ein WiFi-Netzwerk mit dem Internet verbunden werden. Diese Methode eignet sich besonders für Standorte, an denen ein stabiles WiFi verfügbar ist.

Die WiFi-Einstellungen können auf verschiedene Arten konfiguriert werden:

Einrichtung über die EcoPhi Plattform:

Melden Sie sich auf der Plattform an und wechseln Sie zu den “Site Settings”. Dort können Sie Netzwerkname (SSID) und Passwort eingeben, um die Verbindung zu konfigurieren.

Per SMS: Wenn eine Mobilfunkverbindung vorhanden ist, können Sie die WiFi-Einstellungen auch per SMS anpassen. Senden Sie dazu eine Nachricht im folgenden Format an die Rufnummer der SIM-Karte:

Nachrichteninhalt: wun:WiFi_name(SSID);WiFi_Password

(Beispiel: wun:HomeNetwork;securepassword123)

2.3.1.3 Verbindung über Ethernet

Die stabilste Methode für die Internetverbindung ist die Nutzung eines Ethernet-Kabels. Diese Methode wird empfohlen, wenn ein kabelgebundener Internetzugang verfügbar ist.

Verbinden Sie den Plant Controller mit einem Netzwerkrouter oder Switch, indem Sie ein Ethernet-Kabel durch die markierte grosse Kabeleinführung in die Box führen und in den Anschluss “ETH” des Geräts stecken.

Prüfen Sie die LED “A” neben dem Anschluss:

  • Grün blinkend: Verbindung aktiv.
  • Rot: Keine Verbindung.

Automatischer Verbindungsaufbau: Wenn die Verbindung nicht sofort hergestellt wird, versucht der Plant Controller automatisch alle 10 Minuten, eine Verbindung herzustellen. Alternativ kann das Gerät manuell neu gestartet werden, um den Vorgang zu beschleunigen.

2.3.2 Ändern der Interneteinstellungen, wenn kein Internet verfügbar ist

Wenn der Plant Controller keine Verbindung zum Internet herstellen kann, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Einstellungen manuell zu ändern. Jede Methode ist auf unterschiedliche Situationen abgestimmt und erfordert bestimmte Schritte:

Per SMS

Wenn eine SIM-Karte im Gerät installiert ist, können die Einstellungen durch das Senden einer SMS geändert werden. Senden Sie dazu eine Nachricht mit den gewünschten Änderungen an die Rufnummer der verwendeten SIM-Karte.

Beispiele für SMS-Befehle:

"status": Gibt den aktuellen Verbindungsstatus zurück.

"restart": Startet das Gerät neu.

"apn:apn_name;apn_user;apn_password": Setzt die APN-Einstellungen. (Beispiel: apn:internet.t-mobile;user;password)

"wun:WiFi_name(SSID);WiFi_Password": Ändert die WiFi-Einstellungen. (Beispiel: wun:HomeNetwork;securepassword123)

Verwendung eines Hotspots

Wenn kein dauerhaftes WiFi verfügbar ist, kann ein Smartphone als temporärer Hotspot genutzt werden. Das ist besonders hilfreich für Tests oder kurzzeitige Verbindungen während der Inbetriebnahme.

Verwenden Sie die folgenden Einstellungen:

Netzwerkname: aveefunky_2,4

Passwort: funky2015avee2019

Über das EcoPhi Portal

Um sich vorübergehend mit dem EcoPhi Portal zu verbinden, können Sie einen Hotspot erstellen. Wenn das Gerät für kurze Zeit erfolgreich mit der EcoPhi Plattform verbunden werden kann, lassen sich die Interneteinstellungen im Portal anpassen:

Melden Sie sich auf portal.ecophi.io an.

Navigieren Sie zu den “Site Settings”.

Passen Sie die erforderlichen Einstellungen für das Gerät an.

Über SD-Karte

Eine weitere Möglichkeit, die Einstellungen zu ändern, ist die Verwendung einer SD-Karte.

Erstellen Sie eine CSV-Datei mit dem Dateinamen command.csv und den erforderlichen Einstellungen. Nachrichtenstruktur:

apn:internet.t-mobile;user;password: Setzt die APN-Einstellungen.

wun:HomeNetwork;securepassword123: Setzt die WiFi-Einstellungen.

Speichern Sie die Datei im Stammverzeichnis der SD-Karte.

Setzen Sie die SD-Karte in den Plant Controller ein und starten Sie das Gerät neu. Der Plant Controller übernimmt die neuen Einstellungen automatisch.

2.3.3 Bedeutung der LED-Anzeigen an Controller/Haupteinheit

Die LED “A” am Plant Controller ist ein zentrales Hilfsmittel, um den Status der Internetverbindung zu überwachen. Sie zeigt nicht nur die Art der Verbindung, sondern auch deren Zustand an. Diese visuelle Anzeige hilft dabei, den Status der Internetverbindung zu erkennen und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Fehlerbehebung einzuleiten.

LEDs des Plant Controllers zur Anzeige von Verbindungs- und Gerätestatus

Die verschiedenen Farben und Zustände bedeuten Folgendes:

Farbbedeutung von LED “A”: Referenztabelle mit den Farbbedeutungen von LED A

Blink- und Leuchtverhalten von LED “A”: Referenztabelle mit den Blinkmustern von LED A

Beispiele:

LED “A” grün blinkend: Der Plant Controller versucht, über die SIM-Karte eine Verbindung herzustellen.

LED “A” dauerhaft orange: Die Verbindung über WiFi wurde erfolgreich hergestellt.

LED “A” rot blinkend: Das Gerät versucht, über Ethernet eine Verbindung herzustellen.

2.3.4 Antennen

Der EcoPhi Plant Controller ist standardmäßig mit einer GSM-Antenne (für die Mobilfunkverbindung) und einer WiFi-Antenne ausgestattet. Diese Antennen ermöglichen eine zuverlässige Datenkommunikation und sind entscheidend für die Verbindung zur EcoPhi Cloud.

Antennen des Plant Controllers für GSM- und WiFi-Konnektivität

Standardbetrieb der Antennen: Die Antennen sind im Gerät verbaut und funktionieren in den meisten Fällen auch innerhalb des Gehäuses zuverlässig. Wenn die Verbindung jedoch durch metallische Abschirmung beeinträchtigt wird, zum Beispiel durch ein Metallgehäuse oder Wände, kann es notwendig sein, die Antennen nach außen zu führen.

Signalanzeige: Der Empfang der Antennen kann direkt über das Display eingesehen werden. Dort lassen sich Signalstärke und Qualität der Verbindung prüfen. Das hilft bei der Fehlersuche und ermöglicht eine gezielte Optimierung der Antennenausrichtung.

Signalempfang verbessern: Wenn die Signalqualität unzureichend ist oder Verbindungsabbrüche auftreten, empfiehlt es sich, die Antennen nach außen zu verlegen. Der Plant Controller speichert nicht gesendete Daten für bis zu mehrere Monate und überträgt sie automatisch, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist. Dadurch gehen keine wichtigen Informationen verloren.


2.4 Verdrahtung

Dieses Kapitel beschreibt, wie der EcoPhi Plant Controller verdrahtet wird. Da die Anschlüsse je nach Anwendung stark variieren können, finden Sie hier allgemeine Hinweise, spezifische Anleitungen und technische Details zu den Anschlüssen.

2.4.1 Schaltplan der Verteilerplatine

An die Verteilerplatine des EcoPhi Plant Controllers können verschiedene Geräte und Sensoren angeschlossen werden. Die genaue Pinbelegung und die Anschlüsse entnehmen Sie bitte dem folgenden Diagramm. Dieser Schaltplan zeigt, welche Anschlüsse für welche Gerätetypen vorgesehen sind.

Verteilerplatine des EcoPhi Plant Controllers mit Anschlusspunkten für Sensoren und Geräte

Schliessen Sie externe Geräte, Sensoren oder Aktoren mit den mitgelieferten 2-, 3- oder 4-poligen Steckverbindern an die Verteilerplatine an. Verwenden Sie die markierten und beschrifteten Pins auf der Verteilerplatine. Beachten Sie folgende Pinbelegung:

Pinbelegungstabelle für die Verteilerplatine des Plant Controllers

Der Verdrahtungsplan hilft Ihnen, die richtigen Anschlüsse für Ihre konkrete Anwendung zu identifizieren.

2.4.2 Farbkennzeichnung der EcoPhi-Anschlusskabel

Verwenden Sie die mitgelieferten Anschlusskabel mit den 2-, 3- und 4-poligen Steckverbindern, um externe Geräte oder Sensoren an die Verteilerplatine des Plant Controllers anzuschliessen. Beachten Sie dabei die folgenden Farbcodes:

Referenzgrafik zur Farbkennzeichnung der EcoPhi-Anschlusskabel

2.4.3 Anschluss externer Geräte und Sensoren

Verwenden Sie für den Anschluss die mitgelieferten 2-, 3- oder 4-poligen Steckverbinder. Verbinden Sie diese gemäss den Spezifikationen des Sensors oder des externen Geräts, führen Sie das Kabelende mit dem Steckverbinder durch eine der Öffnungen im Gehäuse und stecken Sie den Steckverbinder in den entsprechenden Slot der Verteilerplatine. Der Plant Controller unterstützt eine grosse Anzahl externer Geräte, Sensoren und Aktoren. Je nach Typ werden diese wie folgt verdrahtet:

2.4.3.1 Digitaleingänge (DI1-DI8)

Die Digitaleingänge arbeiten mit zwei Pins (VCC und Signal) und sind als Wet-Contact-Eingänge (24V) ausgeführt. Sie können für einfache Schaltzustände (“On/Off”) ebenso wie für Impulszählung verwendet werden.

Impulszählung: Die maximale Zählfrequenz beträgt 10 kHz.

Live-Anzeige: Das Display des Plant Controllers zeigt den Status jedes Digitaleingangs als “On” (weiss) oder “Off” (blau) an. Das hilft, die Verdrahtung schnell zu prüfen.

Display des Plant Controllers zur Überwachung des Status digitaler Eingänge in Echtzeit

2.4.3.2 Digitalausgänge (DO1-DO8)

Die Digitalausgänge bestehen aus zwei Pins (Signal und GND) und arbeiten mit Wet-Contact-Signalen (24V).

Maximale Last: Bis zu 1 A Strom und 20 mH Induktivität.

Anwendung: Zur Ansteuerung von Geräten wie Relais oder Schützen.

Live-Anzeige: Das Display des Plant Controllers zeigt den Status jedes Digitalausgangs als “On” (weiss) oder “Off” (blau) an, unabhängig von den Einstellungen in der Plattform. Das hilft, die Verdrahtung schnell zu prüfen.

2.4.3.3 Analogeingänge (AI1-AI4)

Analogeingänge arbeiten mit drei Pins (VCC, GND, Signal) und unterstützen zwei Modi:

  • 0-10V-Modus: Für Sensoren mit Spannungsausgang
  • 4-20mA-Modus: Für Sensoren mit Stromausgang

Modus der Analogeingänge ändern

Es ist möglich, mit dem roten DIP-Schalter auf der Rückseite des Plant Controllers zwischen den Modi umzuschalten.

Dazu müssen Sie zuerst den Datenlogger bzw. die Haupteinheit von der DIN-Schiene lösen. Ziehen Sie dazu den vorverdrahteten Stecker unter “Digital Input/S0” aus dem Datenlogger, um den Öffner freizulegen. Verwenden Sie einen Schlitzschraubendreher, um den Öffner nach vorne zu drücken, und heben Sie den Datenlogger gleichzeitig nach oben an. Drehen Sie den Datenlogger nun um. Entfernen Sie keine weiteren Kabel, setzen Sie den Datenlogger nach dem Umdrehen wieder auf die Hutschiene und verbinden Sie den Stecker unter “Digital Input/S0” erneut.

Die Zahlen 1-4 entsprechen den Analogeingängen AI 1 - AI 4.

Bedeutung der Positionen:

ON (oberer Schalter): 4-20mA-Modus: Für Sensoren mit Stromausgang

OFF (unterer Schalter): 0-10V-Modus: Für Sensoren mit Spannungsausgang

DIP-Schalter auf der Rückseite des Plant Controllers für die Auswahl des Analogeingangsmodus

Sehen Sie sich dieses Tutorial an, um zu sehen, wie ein analoger Sensor angeschlossen wird:

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2.4.3.4 Analogausgänge (AO1-AO4)

Die Analogausgänge arbeiten mit zwei Pins (GND und Signal) und bieten zwei Modi:

0-10V-Modus: Für die Ausgabe von Steuersignalen an spannungsbasierte Geräte.

4-20mA-Modus: Für die Ausgabe von Steuersignalen an strombasierte Geräte.

Modus der Analogausgänge ändern

Es ist möglich, mit dem blauen DIP-Schalter auf der Rückseite des Plant Controllers zwischen den Modi umzuschalten. Dazu müssen Sie zuerst den Datenlogger bzw. die Haupteinheit von der DIN-Schiene lösen. Ziehen Sie dazu den vorverdrahteten Stecker unter “Digital Input/S0” aus dem Datenlogger, um den Öffner freizulegen. Verwenden Sie einen Schlitzschraubendreher, um den Öffner nach vorne zu drücken, und heben Sie den Datenlogger gleichzeitig nach oben an. Drehen Sie den Datenlogger nun um. Entfernen Sie keine weiteren Kabel, setzen Sie den Datenlogger nach dem Umdrehen wieder auf die Hutschiene und verbinden Sie den Stecker unter “Digital Input/S0” erneut.

Die Zahlen 1-4 entsprechen den Analogausgängen AO 1 - AO 4.

Bedeutung der Positionen:

Pos 2 (oberer Schalter): 4-20mA-Modus: Für Stromausgang

Pos 1 (unterer Schalter): 0-10V-Modus: Für Spannungsausgang

DIP-Schalter auf der Rückseite des Plant Controllers für die Auswahl des Analogausgangsmodus

2.4.3.5 RS485/Modbus RTU (RS485 A-E)

Die RS485-Anschlüsse bestehen aus vier Pins (VCC, GND, RS485A, RS485B) und ermöglichen den Anschluss RS485-fähiger Geräte. Alle fünf Anschlüsse sind parallel geschaltet und mit einem Port des Datenloggers bzw. der Haupteinheit verbunden.

2.4.3.6 RS232 (RS232-A)

Dieser Anschluss wird verwendet, um RS232-fähige Geräte wie Solarwechselrichter anzuschliessen. Er besteht aus den Pins GND, TX und RX.

2.4.3.7 Ethernet/Modbus TCP (ETH-Port am Datenlogger)

Verwenden Sie für die Ethernet-Verbindung (ETH) ein Standard-CAT-Kabel, um kabelgebundene Netzwerke oder Modbus-TCP-Geräte anzuschliessen.

Oberansicht des Plant Controllers mit hervorgehobenem ETH-Anschluss

2.4.4 Neustart

Der Restart-Button des Plant Controllers befindet sich unten rechts am Datenlogger und wird verwendet, um den Plant Controller neu zu starten.

Frontansicht des Plant Controllers mit der Position des Restart-Buttons

Er sollte in den folgenden Situationen verwendet werden:

Neue SIM-Karte: Nach dem Einsetzen einer neun SIM-Karte muss das Gerät neu gestartet werden, damit die Karte erkannt und konfiguriert wird.

Fehlfunktion des Geräts: Wenn das Gerät ungewöhnliches Verhalten zeigt oder keine Verbindung zur Plattform aufbauen kann, kann ein Neustart helfen, das Problem zu beheben.

Der Neustart stellt sicher, dass alle Prozesse auf dem Gerät zurückgesetzt und neu gestartet werden, ohne gespeicherte Daten oder Einstellungen zu löschen.


2.5 Wandmontage

Der EcoPhi Plant Controller wird installiert, indem die mitgelieferten Halterungen am Gehäuse befestigt werden.

Mitgelieferte Wandhalterungen und Montagematerial für den Plant Controller

Montageort auswählen: Wählen Sie einen geeigneten Ort, der gut zugänglich ist und eine gute Netzabdeckung bietet.

Halterungen befestigen: Befestigen Sie die Halterungen wie gezeigt mit den mitgelieferten Schrauben am Gehäuse.

Schritt-für-Schritt-Darstellung der Wandmontage des Plant Controllers

Montage an der Wand Befestigen Sie den EcoPhi Plant Controller mit den vier Halterungen und geeigneten Schrauben und Dübeln sicher an der Wand. Achten Sie darauf, dass das Gehäuse waagerecht hängt, damit eine einfache Verkabelung möglich ist.

Kabelmanagement: Führen Sie die Kabel sauber durch die vorgesehenen Kabeldurchführungen und sichern Sie sie bei Bedarf mit Kabelbindern, um Unordnung zu vermeiden und eine sichere Installation zu gewährleisten.


3 Steuerungen

Die Steuerungsfunktionen des EcoPhi Plant Controllers sind speziell auf die Anforderungen individueller Anwendungen zugeschnitten und werden in enger Abstimmung mit EcoPhi konfiguriert.

Dieses Kapitel beschreibt die grundlegenden Aspekte der Steuerungen und des optionalen Energy Management Systems (EMS).

3.1 Individuelle Steuerungen

Individuelle Steuerungsfunktionen für den EcoPhi Plant Controller werden projektspezifisch konfiguriert und sind nur auf Anfrage verfügbar. Dadurch wird sichergestellt, dass der Controller exakt an die Anforderungen des jeweiligen Systems angepasst ist. Wenn Sie nicht sicher sind, ob individuelle Steuerungen für Ihre Anwendung verfügbar oder in Ihrem System enthalten sind, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Fachhändler oder an den EcoPhi Vertrieb.

Einstellungen der Steuerparameter:

Die Steuerparameter können in der EcoPhi Cloud im Bereich Action Conditions konfiguriert werden. Dort können Sie:

  • Steuerlogik zuweisen: Legen Sie fest, welche Bedingungen bestimmte Steuerungsaktionen auslösen sollen.
  • Daten bereitstellen: Stellen Sie dem Controller die erforderlichen Datenpunkte zur Verfügung, z. B. Sensordaten oder Betriebszustände.
  • Systemleistung optimieren: Überwachen Sie die Steuerparameter und passen Sie sie bei Bedarf an, um eine optimale Leistung sicherzustellen.

3.2 Energy Management System (EMS)

Zusätzlich zu individuellen Steuerungssystemen bietet EcoPhi ein EMS (Energy Management System) an, das speziell für komplexe Anwendungen im Bereich erneuerbare Energien entwickelt wurde. Das EMS ermöglicht die intelligente Steuerung und Optimierung von Energieflüssen, insbesondere in Systemen mit mehreren EnergieQuellen und Verbrauchern.

Inbetriebnahme des EMS:

Das EMS darf nur von EcoPhi oder einem zertifizierten Partner in Betrieb genommen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Konfigurationen korrekt ausgeführt werden und das System zuverlässig arbeitet.

Korrekte Rollenzuordnung:

Beim Einrichten des EMS ist es entscheidend, dass alle Geräte und Komponenten mit den richtigen Rollen angelegt werden. Im EcoPhi Portal definiert die Role einer Komponente ihre Funktion im System, zum Beispiel Netzzähler, PV-Wechselrichter, Batterie-Wechselrichter, Generator oder flexible Last. Falsch zugeordnete Rollen können zu fehlerhaften Berechnungen, ungeeignetem Regelverhalten oder EMS-Fehlern führen.

Ein Beispiel dafür, wie Rollen beim Anlegen von Komponenten vergeben werden, finden Sie in Kurzanleitung: Gerät verbinden.


4 Fehlermeldungen

Dieses Kapitel beschreibt, wie Sie bei Fehlern oder Problemen mit dem EcoPhi Plant Controller vorgehen können, um die Ursachen zu identifizieren und gegebenenfalls zu beheben.

LEDs blinken schnell rot

Wenn alle LEDs des Plant Controllers schnell rot blinken, deutet dies auf einen schweren Softwarefehler hin. Dabei handelt es sich um einen kritischen Fehler, der das Gerät außer Betrieb setzt. In diesem Fall sollten folgende Schritte durchgeführt werden:

Gerät neu starten: Drücken Sie den Restart-Button, um das Gerät zurückzusetzen. In vielen Fällen kann der Fehler dadurch vorübergehend behoben werden, sodass erneut eine Verbindung zur Plattform aufgebaut werden kann.

Support kontaktieren: Wenn der Fehler weiterhin besteht, wenden Sie sich an den EcoPhi Support. Notieren Sie die genaue Uhrzeit des Fehlers und alle beobachteten Symptome, um eine schnelle Diagnose zu ermöglichen.

Touchscreen reagiert nicht mehr und LEDs S1 und S2 blinken monoton oder sind aus

Dieses Verhalten deutet auf einen schwerwiegenden internen Fehler hin, der in der Regel durch GND-Fehler angeschlossener Geräte verursacht wird. Eine mangelhafte Erdung kann dazu führen, dass Spannungsunterschiede zwischen dem EcoPhi Plant Controller und den angeschlossenen Geräten, zum Beispiel über RS485 oder Ethernet, ausgeglichen werden müssen. Dadurch können interne Schäden am Plant Controller entstehen. In einem solchen Fall sollten folgende Schritte durchgeführt werden:

EcoPhi Support kontaktieren: Trennen Sie das Gerät von der Stromversorgung und von den angeschlossenen Geräten und melden Sie das Problem dem EcoPhi Support. Beschreiben Sie die angeschlossenen Geräte und die Verdrahtung, um die Ursache besser eingrenzen zu können.

Erdung prüfen: Stellen Sie sicher, dass alle angeschlossenen Geräte ordnungsgemäss geerdet sind. Eine unzureichende Erdung kann zu Spannungsunterschieden führen, die sich über die Kommunikationsleitungen, zum Beispiel RS485 oder Ethernet, ausgleichen und dadurch Schäden verursachen können.

Sensor oder extern angeschlossenes Gerät reagiert nicht

Wenn ein angeschlossener Sensor oder ein externes Gerät nicht reagiert oder keine Daten liefert, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Kabelverbindungen prüfen: Prüfen Sie, ob alle Kabel korrekt und fest mit den entsprechenden Pins verbunden sind. Prüfen Sie außerdem, ob sichtbare Beschädigungen wie Kabelbrüche oder Korrosion vorhanden sind.

  2. Status auf dem Display prüfen: Bei analogen und digitalen Sensoren: Der Status dieser Sensoren wird live auf dem Display des Plant Controllers angezeigt. Ein Signal, das als “On” oder “Off” (bei digitalen Sensoren) oder als Balken (bei analogen Sensoren) dargestellt wird, zeigt an, dass das Gerät korrekt verdrahtet ist. Wenn kein Signal sichtbar ist, kann ein Verdrahtungsfehler oder ein defekter Sensor vorliegen.

  3. Serielle Verbindungen prüfen: RS485- oder RS232-Verbindungen können nicht direkt über das Display geprüft werden. Diese Anschlüsse werden über die Cloud oder einen Debugger vor Ort diagnostiziert.

  4. RS485-Gerät reagiert nicht: Wenn ein RS485-Gerät nicht auf Befehle reagiert, führen Sie die folgenden Schritte durch:

Modbus-ID prüfen: Stellen Sie sicher, dass die Modbus-ID des angeschlossenen Geräts korrekt konfiguriert ist.

Verdrahtung prüfen: Prüfen Sie, ob die Leitungen A und B korrekt angeschlossen und nicht vertauscht sind. Bei falscher Polarität können keine Daten übertragen werden.

Abschlusswiderstand: Prüfen Sie, ob am Ende der RS485-Leitung ein Abschlusswiderstand (in der Regel 120 Ohm) eingesetzt ist. Ohne diesen Widerstand können Signalstörungen auftreten.

Signalstörungen: Stellen Sie sicher, dass das RS485-Kabel nicht in der Nähe von Hochspannungsleitungen oder anderen elektromagnetischen Störquellen verlegt ist.

Debugging: Verwenden Sie ein Debugging-Tool oder einen Protokollanalysator, um den Datenverkehr auf der RS485-Leitung zu prüfen. So lassen sich Kommunikationsprobleme besser identifizieren.

  1. Einstellungen in der Plattform: Prüfen Sie in der Plattform, ob die Einstellungen für den entsprechenden Sensor korrekt sind, zum Beispiel Auslesefrequenz, Modbus-Port oder Modbus-TCP-Port.

Wenn die Plattform die Verbindung zum Sensor anzeigt, die Daten aber nicht korrekt erscheinen, kann das Problem beim Sensor selbst liegen.


5 Support und weitere Informationen

Wenn Sie bei Installation, Konfiguration oder Betrieb des EcoPhi Plant Controllers auf Probleme stossen, hilft Ihnen unser Support-Team gerne weiter.

Bitte erstellen Sie ein Ticket über unser Online-Ticketsystem: https://ecophi.io/support-request/

Unser Team meldet sich zeitnah mit einer Lösung oder weiteren Anweisungen bei Ihnen.


EcoPhi Renewables Engineering GmbH Alter Schlachthof 33 76131 Karlsruhe www.ecophi.io